Franz Cestnik wurde am 03.08.1921 in der Wolperstraße in Einbeck gebohren.

Er besuchte von 1927 - 1935 die evangelische Bürgerschule zu Einbeck, Lange Wall.

Am 26.11.1944 heiratet er Analiesa Gabelmann.

Sie haben 2 Söhne, Franz-Josef und Rainer.

Am 16.04.1935 bekam er eine Lehrstelle bei der Firma

Haussner, Lösche & Meyer.

Eine Korkenfabrik in Einbeck.

Diese befand sich im Teicheweg.

Das Ausbildungsziel war " Kunstgewerblicher Zeichner ".

Die Lehre endetet am 15.10.1938

Nach der Lehrzeit bekam er eine Stelle als Musterzeichner bei der Firma Lösche.

Lösche hatte sich inzwischen von seinen Partnern getrennt und sein eigenes Atelier in der Harlandstrasse eröffnet.

Hier arbeitet Franz Cestnik  hauptsächlich für die Tapetenindustrie. Die Anstellung begann am 09.11.1938 und endet, mit Schließung der Firma, am 31.10.1939

Am 11.12.1939 beginnt er als technischer Zeichner bei der AEG in Hannover.

Dort arbeitet er bis zu seinen Einberufung zum Arbeitsdienst am 28.10.1940

Im Januar 1941 wurde er, gerade 19 Jahre alt, zur Wehrmacht eingezogen.

Er wurde Melder der 71. Infrantiedivison der6. Armee.

Das Kleeblatt war das Divisionsabzeichen.

 

1941 wurde er in Kiew durch Granatsplitter an der Hand, Arm und Oberschenkel verwundet.

Am 13.09.1942 wurde er beim ersten Angriff auf Stalingrad durch einen Lungenstreifschuß schwer verwundet.

Nach seinem Genesungsurlaub im Schwarzwald musste er nach Mariager/Dänemark. Hier wurde die 71. Division für den Einsatz in Jugoslawien neu zusammengestellt.

Bei einem Partisanenangriff wurde er erneut schwer verwundet. Er bekam einen Kopfschuß. Die Kugel aus einem MG-Gabe schlug in den Hinterkopf ein und trat aus dem rechten Auge wieder aus.

Für ihn war der Kriegseinsatz beendet.

Er war zwar schwer gezeichnet, hatte aber überlebt. Viele seine Schulkameraden kamen nicht mehr nach Hause.

Nach dem Krieg fing er als freischaffender Künstler mit dem Malen an. Angebote als Musterzeichner zu arbeiten bekam er zwar, lehnte aber ab.

Er wollte Kunstmaler werden.

Auseinandersetzungen mit seinem Vater über diese Entscheidung blieben selbstverständlich nicht aus ...

... er hatte ja schließlich Frau und Kinder zu ernähren.

Seine Freunde, Walter Kahle und Alfred Doenicke, unterstützenihn und seine Familie in diese schweren Zeit.

Er malte seine großflächigen Bilder zuerst auf Hartfaser.

 

Wenn ein Bild nicht gelungen erschien, mußte Onkel Wilhelm, der Bruder seiner Mutter, die Farbe wieder abkratzen.

Hartfaser war sehr teuer und an wegschmeißen war nicht zu denken.

Später malt er auf Leinwand, die ab und zu mal nachgespannt werden mußte. Zum Spannen traf er sich häufig mit seinem, inzwischen pensionierten Freund Walter Kahle. Mit diesem wurde bei dieser Gelegenheit intensiv über Politik und Kunst diskutiert.

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